BFGD verleiht Robert-Blum Preis 2025 an HateAid gGmbH Berlin
Bei der Festveranstaltung zum Abschluss der Bundesversammlung des Bundes Freireligiöser Gemein-den Deutschlands, am 9. November 2025 im FORUM FRANKLIN, verlieh Präsidentin Renate Bauer den 1997 eingerichteten Robert-Blum-Preis.
Mit dem Namensgeber wird ein Mann gewürdigt, der sich als Abgeordneter in der Paulskirche und Mitbegründer der freireligiösen Gemeinden bis zu seiner Erschießung am 9. November 1848 für Freiheit, Menschenrechte und Demokratie einsetzte.
Der Preis wird laut Bestimmung u.a. für „Förderung der Toleranzfähigkeit von Menschen gegenüber Menschen mit anderer Religion und anderer Weltanschauung“ verliehen.
Renate Bauer führte in ihrer Laudatio zur Auswahl der Preisträgerin aus, dass die Organisation HateAid mit ihrer Hilfe für Menschen, die im Internet mit Beleidigungen und Bedrohungen überschüttet werde, sich für die Menschenwürde und für die Meinungsfreiheit einsetze. Gefühle auszudrücken sei zwar Teil der Meinungsfreiheit, könne aber auch in die Freiheit anderer eingreifen. Wer Freiheit wolle, müsse auch Verantwortung übernehmen und sie mit der Achtung der Menschenwürde der anderen zusammenführen. Es gehe HateAid nicht nur darum, den im Internet mit Hass verfolgten Menschen wieder zur Menschenwürde zu verhelfen, sondern auch um das Bewusstmachen, dass es auch im Internet Regeln geben muss, die es ermöglichen, sich auszutauschen ohne sich zu beleidigen oder gar zu bedrohen.
Clea Groß, Teamleiterin bei HateAid, und Desiree Mendonҫa, Referentin für Partnerschaften, nahmen den Preis, der mit 1500 Euro dotiert ist, mit großer Freude entgegen.
Zur Einführung in die Preisverleihung hatten sich Sprecher*innen aus dem BFGD und befreundeten Gemeinschaften unter dem Thema „Menschenwürde? Wir sind so frei!“ mit den unterschiedlichen historischen Ereignissen am 9. November im Hinblick auf ihre heutige Aktualität auseinandergesetzt.
